Spawn
Human Toxin
CD (Morbid Records/Soulfood)
Übelst tiefe Growls, schmetternde Riffsalven und
ein
fast durch die ganze Scheibe führender Geschwindigkeitsrausch
sind die Hauptzutaten von Human Toxin,
dem Morbid Records-Einstand
der deutschen Deather Spawn.
So gesehen nichts neues, aber die Truppe versteht es,
ihre heftigen Abrißbirnen
derart zu gestalten, dass sie eben nicht
langweilig und
eintönig durch den Äther geblasen werden. Hierfür sorgt zum einen
die fiese Stimme des Sängers,
die nicht zu selten in ein teuflisches Grindsüppchen eintaucht, oder auf der
anderen Seite
auch mal ein herrlich gequältes Kreischen nicht zurückhalten kann.
Auch wenn Spawn hier und da
irgendwelche Schnörkel und Spielereien in die Stücke
einbauen, kommen sie doch recht schnell
auf den Punkt, ohne lange drum herum zu
tanzen. So besticht zum Beispiel der Opener
Fear The Just Revenge durch ein Riff, dessen Drive alten Six Feet
Under-Stücken ähnelt.
Breaks und Rhythmuswechsel geben den Songs aber jederzeit ihre eigene Note,
so
dass diese Scheibe recht gut durch die heimischen vier Wände scheppert.
7,5 Punkte
Marcel Rudoletzky